Als Handschutz verwende ich eine einfache Eisenplatte, in die Blütenmotive gebohrt und gefeilt werden.

Ausgangsstück ist eine 5 mm dicke Eisenplatte, auf die man die Tsuba aufzeichnet.

  Als Vorlage habe ich eine runde Eisentsuba aus der späten Muromanchi-Periode gewählt. Die Pflaumen- und Kirschblüten werden als Durchbrüche (mon sukashi) gestaltet.

Hier sind alle fünf Blüten schon fertig gearbeitet.
  Detailansicht einer Blüte.
Sie besteht aus fünf größeren Löchern, die zur Mitte der Blüte wie ein spitzes M gefeilt wurden. An der Blüte links oben ist zu erkennen, das dort die Blütenblätter herzförmig sind, also aus je zwei Bohrlöchern plus der M-Feilung geformt sind.
  Die rechteckige Platte wurde rund geflext. Der Durchbruch für die Angel (nakago-ana) muss noch gebohrt werden. Dies habe ich als letzten Schritt gemacht, damit ich das Loch genau in der Mitte der soweit fertigen Tsuba anbringen kann.   Detailansicht des Angeldurchbruchs   Die fertige Tsuba im Metall-Finish...
Auf kozuka-ana und kogai-ana habe ich bewußt verzichtet, da das fertige Schwert diese Elemente auch nicht aufweist.
Der Durchmesser der Tsuba ist mit 8,4 cm relativ groß, paßt aber gut zu einem etwas rustikaleren Schwert.
 

Die fertige Tsuba nach einer mehrtägigen "Rost-Kur" in einer Salzwasserlösung...
Natürlich ist es Geschmacksache, wie man die Oberfläche der Tsuba belassen möche - ich jedoch bevorzuge diese urtümliche Art.

Falls Sie sich mit Tsubas auskennen - ich besitze eine antike Tsuba, zu der ich gerne mehr erfahren würde...